Pilgern im Judentum

Auch im jüdischen Glauben steht zu Beginn die Pilgerreise Abrahams. Des Weiteren war das Pilgern im Alten Testament ein häufiges Thema, viele Protagonisten waren unterwegs, pilgerten oft auf Anweisung Gottes. Wohin der Weg sie führte, wussten sie selten und meist fand auf dem Weg eine Begegnung mit Gott statt.

In der Antike war das Ziel der jüdischen Pilgerfahrten der Tempel in Jerusalem. Die Tora schreibt vor, wie oft ein Jude nach Jerusalem pilgern muss. Auch schrieb die Tora eine bestimmte Opfergabe, welche mitgebracht werden sollte, vor. Während das Innere des Tempels nur von Männern betreten werden durfte und Frauen sich nur außerhalb aufhalten durften, war es nur einem Hohepriester einmal im Jahr erlaubt, das Innerste des Tempels zu betreten.

Mit der Zerstörung des Tempels in Jerusalem 70 nach Christus endeten die Pilgerreisen der Juden. Obwohl einige jüdische Gelehrte versuchten, das Pilgern als Bestandteil des Glaubens zu streichen, bildeten sich neue Pilgerziele heraus. Das sind vor allem Gräber von im jüdischen Glauben wichtigen Personen weltweit.

Heute ist die Klagemauer, ein Rest der Grundmauer des Tempels in Jerusalem, ein bedeutendes Ziel für Juden aus aller Welt. Die Feste stellen den Auszug der Juden aus Ägypten, das damit verbundene Ende der Sklaverei, sowie den Empfang der Gebote dar.

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